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Gunman steht uns in unserem Artist Spotlight Rede und Antwort und bietet einen tollen Einblick in seine Arbeit als Musiker und DJ.

Wie bist du zur Musik gekommen und wann hast du angefangen?

Ich war schon immer begeistert von allem Neuen. Das erste Nena Album, Hitparade im Fernsehen, NDW – fand ich super!

Bischen Punk, Hip Hop, Dark Wave… da fehlte etwas. Dann hörte ich zum ersten mal U96 „Das Boot“. Da war er – der Beat! Love Parade 1994, ab da ging es los. Technics 1210er, die ersten Plattenladen in Hannover, Kassel und Göttingen besucht. 1995 bekam ich einen Residentjob in einem großen Club in Thüringen. 1996 habe ich meinen Groovy Recordstore eröffnet. So ging das immer weiter bis heute. Machen machen machen 🙂

Warum Musik?

Ich brauche den Sound, den Beat. Alles was anders ist als der Mainstrem der mich langweilt.

Kunst oder Geld?

Kunst! Es ist gut beides zu vereinen aber für mich nicht zwingend.

Kannst du dich noch daran erinnern, welches deine erste gekaufte Platte war und warum?

Reggae Hits ´78 war meine erste eigene Kassette. Meine erste eigene Platte war eine 7`Single, die Filmmusik von Patrick Packardt (Weihnachst Fernsehserie 1983).

Was war dein beschissenster Job/Nebenjob?

Vaters Auto polieren für 5 Mark.

Wenn ich nicht Musik machen würde, dann wäre ich…

Nur Ladenbesitzer aber nicht ausgelastet.

Welche Musiker haben dich beeinflusst und warum?

Steve Mason! Eine Kassette mit einer BFBS Sendung war so viel Wert wie eine HR3 Clubnight! Wie der die neuen Platten gemixt hat…unfassbar.

Sven Väht in der Clubnight hat immer cool neue Platten reinmoderiert. Carl Cox in den frühen Jahren, Jeff Mills, Chris Liebing, Marco Carola,… ich sag nur Stammheim Kassel!

Auf welches deiner eigenen Releases bist du am meisten Stolz?

In erster Linie auf mein Doppelalbum auf Vinyl. Das war so ein Herzenswunsch. Dann natürlich meine Kollaboration mit M.in und unsere „Riff EP“ auf New Violence Records.

Ganz frisch mein Release auf Helmut Dubnitzkys Brise Records.

Schwört auf Vinyl: Gunman

Wann wurde dir klar, dass du mit Musik dein Geld verdienen willst?

Nie.

Was sind deiner Meinung nach die klassischen Anfängerfehler als DJ/Musiker

Zu ungeduldig, andere Leute nerven (auf penetrante Art), nachtragend sein, die Fassung zu verlieren, unbelehrbar sein, kritikunfähig, gierig werden und so Zeugs.

Was sind derzeit deine drei Lieblingsplatten?

1. Recycled 011

2. Material 111

3. Khasia Hills 001

Was sind deine All Time Favourites?

Hab ich nicht.

Was sind derzeit deine drei Lieblingsclubs?

ARM Kassel

Tanzhaus West Frankfurt

Weekend Berlin

Wer oder was nervt dich beim Auflegen am meisten?

Das nicht erkennen von „ich spiele Vinyl!“ „Hör auf dich gegen den Bühnentisch zu lehnen“.

Wenn du deinen Koffer für den nächsten Gig packst, was darf nicht fehlen?

Stereo Total – Wir Tanzen Im Viereck – bester Putzlichttrack zum Schluss. Dann noch mein fetter Externakku und Kekse für´s Hotel danach.

Womit produzierst du deine Musik?

Ableton, Midi Keyboard, Roland TR 8, Korg Volco beat und Bass. Ich habe keinen großen Gerätepark.

Kannst du irgendein Instrument spielen?

Nein

Wie schaffst du es kreativ zu bleiben?

Immer 2 – 3 Tage Pause machen.

Was steht bei dir als nächstes an?

Auf Antworten von Labels hoffen und meine 8 Jahre Shaker Plates Tour organisieren.

Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Mehr unterwegs sein und weiterhin meinen Laden erfolgreich führen. Zu frieden sein.

Links:

https://www.facebook.com/DJGUNMAN/

https://www.beatport.com/artist/gunman/291006

https://soundcloud.com/djgunman