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Wie bist du zur Musik gekommen und wann hast du angefangen?

Mein Bruder hat damals auch aufgelegt, so dass ich recht früh Techno, Trance, Acid, Hardcore und Jungle hören musste, da wir uns damals ein Zimmer geteilt haben.

Damals habe ich noch Hip Hop gehört und später sogar selber gerappt, Breakdance getanzt und gesprüht.

Da mein Bruder Fan von der Clubnight war, musste ich die hin und wieder für ihn aufnehmen und habe so, ungewollte, immer wieder die elektronische Musik gehört. Teilweise hat sie mir damals gefallen, aber erst mit Hardcore und dem Wort „Motherfucker“ wurde ich dann mit 11 Jahren infiziert.

Ab da bin ich dann auch gemeinsam mit meinem Bruder in den Plattenladen von Andy Düx nach Mainz gefahren und habe dort meine ersten Schallplatten gekauft.

Immer wenn mein Bruder nicht zuhause war, habe ich dann auch angefangen zu mixen. Über die Jahre kamen immer mehr Freunde dazu, die auch Plattenspieler hatten und so hat man dann bei Freunden gemeinsam aufgelegt. Hardcore konnte mich zwar nicht lange begeistern, aber es war meine Einstiegsmusik 🙂

Danach habe ich eher House und etwas Techno aufgelegt und mir alle Platten von DJ Sneak, Armand Van Helden, DJ Tonka und Ian Pooley gekauft.

Und ab dann ging es los.

1996 veranstaltete ich noch eine Hip Hop Jam, danach gingen die ersten privaten Grillhütten Parties an den Start. Danach durfte ich dann auch mit meinem Bruder auf die ersten richtigen Partys fahren und, obwohl ich damals noch zu jung war, auch mal mit ins Omen nach Frankfurt, wo ich trotz meiner 17 Jahre, rein durfte.

Alles andere ist dann Geschichte 🙂

Warum Musik?

Musik hat mich schon immer begeistert und da ich eher schüchtern war und gerne auch mal was für mich zuhause gemacht habe, wie z.B. damals Graffiti, kam mir das auflegen gerade recht. Aber auch das rappen hat mir damals schon viel Spaß gemacht, nur leider habe ich meine eigene Stimme nie gemocht. Immer wenn ich was aufgenommen habe, fand ich es scheiße und somit war djing die bessere Wahl.

Kunst oder Geld?

Geld ist was schönes und es ist toll, mit seinem Hobby plötzlich viel Geld zu verdienen und um die Welt zu reisen.

Ich habe bisher 21 Länder bereist, durch die Musik und somit auch ein wenig verdient. Dennoch wäre das nie dazu gekommen, wenn ich nicht an die Kunst geglaubt hätte.

Daher Kunst! Das Geld kommt von alleine, manchmal 🙂

Kannst du dich noch daran erinnern, welches deine erste gekaufte Platte war und warum?

Wie bereits erwähnt, habe ich damals Hardcore Techno gehört und somit war klar, die erste Platte wir eine Hardcore Techno Platte sein.

Die Platte war von Ruffneck – Put The Needle On The Record / Whoop (There it is) auf Draft Rec. 002, wie könnte man seine erste Platte vergessen.

Warum ausgerechnet die? Weil der Hip Hop Einfluß bei mir noch recht stark war und dort klassische Scratch Vocals, gescratche und natürlich Rap Parts verwendet wurden.

Was war dein beschissenster Job/Nebenjob?

Toilette in einem Club in Frankfurt sauber machen, da die Putzfrau gekündigt hatte. Beschissen trifft es da ganz gut oder?

Wenn ich nicht Musik machen würde, dann wäre ich…

Zeitarbeiter und Selbstmord gefährdet

Welche Musiker haben dich beeinflusst und warum?

Da gibt es sicherlich sehr viele, da man gerne viele Einflüsse von außen aufsaugt. Damals mit Sicherheit Armand Van Helden oder DJ Tonka, da ich deren Musik geliebt habe. Später Patrick Lindsey, der mit viel gezeigt und erklärt hat. Aber wer weiß das schon genau, da man ja meinst eher un(ter)bewusst beeinflusst wird.

Auf welches deiner eigenen Releases bist du am meisten Stolz?

Da ich sehr selbstkritisch bin, bin ich selten auf meine eigene Musik stolz.

Aber wenn ich eine Nummer raussuchen müsste, die mir noch heute sehr gut gefällt, dann ist es „Marquez Ill – Sparks Fly (M.in Remix)“ auf Voltage Musique.

Die Nummer erinnert mich immer etwas an Trentemoller und wenn man eine eigene Nummer mit so einem talentierten Produzenten vergleichen kann, dann ist das viel Wert.

Wann wurde dir klar, dass du mit Musik dein Geld verdienen willst?

Eigentlich nie so wirklich, es ist dann einfach passiert. Zum Glück.

Was sind deiner Meinung nach die klassischen Anfängerfehler als DJ/Musiker

Nicht weit genug zu denken.

Man sollte immer Langfristig denken und evtl. Entscheidungen gut überlegen, damit man auch langfristig etwas davon hat.

Hin und wieder muss man auch mal etwas zurück stecken und das liebe Geld steht vielen immer im Weg. Meist weil man zu wenig davon hat und dadurch sich Druck aufbaut. Meiner Meinung nach sollte man weniger auf Geld schauen und sich eher für die Musik entscheiden.

Wer sein Ziel vor den Augen hat und sich gut entwickelt, der wird irgendwann seine Change bekommen und dann kommt das Geld von alleine.

Was sind derzeit deine drei Lieblingsplatten?

Federico Locchi & Frankie Watch – Don’t You Know

Joyce Muniz – Wake Beside You feat Christa Vi (Christian Nielsen Remix)

Dajae, Prok & Fitch – Minder

Was sind deine All Time Favourites?

RUN DMC 🙂

Was sind derzeit deine drei Lieblingsclubs?

In Deutschland sind das:

Sisyphos – Berlin

Bukowski – Heilbronn

Tanzhaus West – Frankfurt

Wer oder was nervt dich beim Auflegen am meisten?

Mich bringt kaum was aus der Ruhe, außer wenn ich einen schlechten Tag habe, was selten vorkommt, aber erst vor kurzem passiert ist.

Das ärgert mich heute noch, obwohl nur der Anfang vom Set doof war und danach auch die Stimmung wieder super war. Dennoch war ich so verspannt, dass ich später sogar einen Krampf in meiner linken Hand bekommen habe. Ich bin da einfach zu selbstkritisch.

Ich weiß, dass ich es besser kann, aber manchmal liegt es nicht mal am DJ, wenn die Grundstimmung doof ist.

Aber ich möchte, dass die Leute Spaß haben, darum bin ich ja DJ geworden.

Wenn du deinen Koffer für den nächsten Gig packst, was darf nicht fehlen?

Deo

Womit produzierst du deine Musik?

Einem Stein, einem Stock und einer Mülltonne.

Okay, jetzt mal im Ernst, Momentan mit Ableton, Roland System 1, Roland Tr-8, Roland Tr-09 und mein Lexicon MX200 darf nicht fehlen.

Kannst du irgendein Instrument spielen?

Triangel, hab ich in der Grundschule gelernt und war sehr hilfreich bei meinen Produktionen.

Da ich kein Fan von großen Melodien bin, passt das ganz gut 🙂

Aber ich habe auch mal Keyboard gespielt, wenn auch nur für eine Schulaufführung und danach wieder alles vergessen.

Wie schaffst du es kreativ zu bleiben?

Man braucht einfach einen ausgleich zur Musik und das sind beim mir meine Familie und das Kochen.

Was steht bei dir als nächstes an?

Momentan produziere ich recht wenig, daher nicht ganz so viel. Allerdings warte ich momentan immer noch auf nach gesungene Vocals für meine Single auf Snatch.

Das Release verschiebt sich immer wieder, aber hoffentlich kann das Release Date im Juni gehalten werden.

Im Mai kommt ein Remix von mir für Anna Reusch auf Bouq raus und zwei weitere Remixe und eine neue EP sind in arbeit.

Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Am Strand, daneben mein Haus und ein Grill.

Website

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Beatport

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Soundcloud

https://soundcloud.com/m-in